In Deutschland gibt es sogar eine Zeitschrift, die man dem Fleischgenuss gewidmet hat. Die Zielgruppe: Männer. Das Konzept: ein Erfolg.
[Es spricht eine Psychologin:]
“Grundsätzlich ist es so, dass natürlich Frauen wie Männer gerne Fleisch essen. Aber die Männer in unserer Kultur haben’s ja nicht ganz so einfach, die fragen sich immer so latent, “Wo ist der Mann noch ein Mann?”. Und am Fleischverzehr kann man aber noch mal zeigen: Ich bin eigentlich körperlich der Stärkere, ich habe einen viel höheren Grundumsatz. Das heißt, wenn da das Riesen T-Bone Steak vertilgt wird, dann kann darin der Mann sozusagen auch noch ein Stück seiner Männlichkeit zum Ausdruck bringen, während die Frauen auch an der Stelle so’n bisschen mit ihrer weiblichen Schwäche kokettieren können und auch mit ihrem Bezwingen der eigenen Gier (“ich ess nur ganz wenig Fleisch”, “ich ess nur ‘n bisschen helles Fleisch”, “ach, soviel schaff’ ich nicht”).
Aus: “Nie wieder Fleisch?”, Dokumentation aus Deutschland von 2012.
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