» Wenn Dich eine Sache zwei Minuten langweilt, dann mach sie vier Minuten. «

Gevatter Frühling steht vor dem Tor — (Teil 4) —

Installation abgeschlossen! Spiel starten? OK / OK! / OKOK!!!

Wer der Norm entspricht, macht 60 Rb/h. Wer darunter liegt, ist Neuling oder behindert oder ein behinderter Neuling. Wer mehr schafft, wird unter müdem Applaus gekrönt mit der altpapiernen Krone mit der Aufschrift „Mehr geschafft in gleicher Zeit – dein Teilsieg gegen die Entbehrlichkeit“.

Spinacia oleracea in hübscher Mischkultur mit sich selbst

Der Tage frisch im Sortiment
Spinacia o., my green old friend
Knack, kau, knabber –  oh, so lecker!
Mein grüner Freund, du schmeckst so lecker!

Und doch wird welk und giftig,
was du übertreibst, so far und nichtig.
Mach’s für dich selbst und nicht für jeden
und frisch und knackig bleibt dein Leben.


Gevatter Frühling steht vor dem Tor — (Teil 3) —

KW 15, Montag. Die Naturfreunde von einst kriechen dürftig bezahlt nun nochmal eins früher aus der Kiste, um der Flut aus Verpflichtungen, Erledigungen, Unfreiwilligkeiten und Dingen Untertan zu werden. Ist das Soll überschritten, lächelt er froh. Bauschige Zufriedenheit lässt seinen Kopf bis auf Einheitsgröße heranquellen. Hat sie ferngesehen und gegessen, schläft sie so gleichberechtigt wie lächelnd ein. So lächeln sie denn beide und sind froh im Wissen: Hey! Tomorrow will be like today.

Der Schein trügt nicht

Fortschritt: 91%

Chaos

Chaos 2


Gevatter Frühling steht vor dem Tor — (Teil 2) —

War das ein März! Wenn das der Klimawandel ist… Versteht ihr? Hahahaöö! Hm!

Biene, Radieschen und Schnittlauch bilden nun im April einen unverwüstlichen 3er-Bund aus Schnittlauch, Radieschen und Biene. 5 Bund bilden dann ein Büschel. Sie freuen sich sodann ihrer Gesundheit und gehen frohgemut an den Markt heran!

Im April wird das Wetter wohl wieder schlechter. Ich sag nur: April-Wetter! Aber der Sommer ist schon in Sicht und darauf freuen wir uns sehr.

Biene

Welche Blumen kommen infrage?

Raphanus sativus var. sativus

Sie werden so schnell groß!

Allium schoenoprasum

Gar lieblich grün und schmackhaft frisch.


Gevatter Frühling steht vor dem Tor —

Und schon ist es wieder soweit, wie schnell der Winter vergeht! Die ersten Frühblüher lugen aus dem erwärmten Erdreich hervor. Fürderhin unübersehbar: Die Gartensaison hat begonnen: Radieschen, Rucola, Blatt- und Kopfsalate, Spinat, Dill, Steckzwiebeln und Petersilie pflanzt der gut gelaunte Gärtner in feuchtwarme Folientunnel. Schon bald verwöhnt das Gemüse die Münder und Körper der Menschen mit seinen feinen Aromen und gesunden Inhaltsstoffen. So muss das sein, das ist doch schön!

Raphanus sativus var. sativus

Idyll unter Plastik


Versuch: Grundlagen – Der Diskurs. —

„Es herrscht zweifellos in unserer Gesellschaft – und wahrscheinlich auch in allen anderen, wenn auch dort anders profiliert und skandiert – eine tiefe Logophobie, eine stumme Angst vor jenen Ereignissen, vor jener Masse von gesagten Dingen, vor dem Auftauchen all jener Aussagen, vor allem, was es da Gewalttätiges, Plötzliches, Kämpferisches, Ordnungsloses und Gefährliches gibt, vor jenem großen und unaufhörlichen Rauschen des Diskurses.“

Michel Foucault: „Die Ordnung des Diskurses“
Download als PDF (2,5MB; 49 Seiten)

„Es ist immer möglich, daß man im Rahmen eines wilden Außen die Wahrheit sagt, aber im Wahren ist man nur, wenn man den Regeln einer diskursiven „Polizei“ gehorcht, die man in jedem seiner Diskurse reaktivieren muß.“


Intro —

Alles ist lächerlich. (Von der Geburt an bis zum Tod mit allen Zwischenschritten, Nuancen und allem, was danach übrig bleibt in Form von Bildern, Erzählungen und Erinnerungen.)

Wenn wir es nicht gleich einsehen, können wir in Ruhe überlegen und werden uns dessen bewusst. Jede Situation lässt sich ins Lächerliche zerdenken. Anstatt „lächerlich“ können wir es „sinnlos“, „egal“, „subjektiv“, „relativ“ oder „irrelevant“ nennen – es existieren unzählige Namen, und jeder hat seine eigene, kleine Berechtigung.

Es geht um nichts. Die Behauptung ist nicht überprüfbar, sodass sie Quatsch sein könnte, ohne dass wir imstande wären, sie als Quatsch zu entlarven.

Es gibt kein Wahr, es gibt kein Falsch. Es gibt keine Objektivität. Alle Erkenntnis ist vorübergehend. Ich kann mir zu jeder Wahrheit eine Gegenwahrheit vorstellen. Ist Vorstellungsvermögen der Maßstab für Wahrheit? Wer kann es wissen?

Es gibt kein gerecht, es gibt kein ungerecht. Alle moralischen Maßstäbe müssen immer Willkür sein. Ist Leid nicht das Maß der Dinge? Oder die bestmögliche Bewahrung der Erde für die Nachwelt? Wenigstens der Erhalt von Leben im Allgemeinen? Möglicherweise. Womöglich nicht. Wer kann es wissen?

Die Welt ist nicht so, wie sie uns erscheint. Oder doch? Wer kann es wissen? Es ist auch egal. Das ist lächerlich! Macht es wütend? Vielleicht. Macht es ratlos? Auf jeden Fall. Bringt es uns weiter? Das kommt darauf an. Worauf? Auf den Versuch.


Re~ —

Ein Zustand ohne Dynamik. Volles Potential ohne Tendenz. Sein ohne Werden. Jetzt ohne Später. Die positiven und negativen Sphären aller kleinen und großen Welten und derer dazwischen. Jede Einzelne Teil der Ganzen, verbunden im Ursprung durch das Unsichtbare.

Immer dagewesen, fortwährend neu entstehend, nur im Geiste existent, genau wie es scheint, der Welten unendlich viele, genau vier und ein großes Ganzes.